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50 Jahre Sputnik Bericht in der NZZ-Am Sontag

Voller Stolz hörten die sowjetischen Techniker dem "bip bip bip"- Signal des ersten Sputnik zu. Sie hatten ihn am 4. Oktober 1957 ins All geschossen. Sputnik 1 war der erste künstliche Satellit. Das Gleichgewicht zwischen Amerika und der Sowjetischen Volksrepublik war in einer Nacht verschwunden. Die Vereinigten Staaten brauchten lange, um es wieder herzustellen. Sputnik 1 flog in einem Orbit von 228 bis 947 Meter genau 21 Tage lang, danach verbrannte er in der Atmosphäre.

Kaum einen Monat später, am 3. November 1957, wurde der zweite Sputnik gestartet. Der erste Sputnik wog für damalige Verhältnisse verblüffende 83kg, doch Sputnik 2 brachte eine halbe Tonne auf die Waage. An Bord des Satelliten befand sich die Hündin Laika. Mit dieser Aktion verrieten die Soviets ihre Absicht, einen Menschen in das Weltall zu befördern. Zu dieser Zeit war eine sichere Landung auf der Erde weder geplant noch möglich. Offiziell mischten die Sowjets Gift in Laikas Futter und schläferten so das Tier ein. Erst viel später erfuhr man, dass die Hündin schon wenige Stunden nach dem Start starb. Nach 162 Tagen verbrannte Sputnik 2 in der Atmosphäre. Der dritte Sputnik-Satellit wurde am 27. April 1958 gestartet. Die Mission schlug fehl, und der Satellit explodierte 88 Sekunden nach dem Start. Er bekam keine Nummer. Sputnik 3 startete am 15. Mai 1958. Seine Aufgabe war die Erforschung des Magnetfeldes der Erde. 1327kg schwer war dieser Satellit. Alle vier Sputnik-Satelliten wurden von der SS-6 Sapwood Rakete in das Weltall geschossen. Die SS-6 Rakete war ursprünglich eine Kriegsrakete, die für das Sputnikprogramm umgebaut wurde. Sie war 30.5 Meter hoch.

Sputnik 1


www.willemin.li/nico | nico@willemin.li | 1. Okt. 2007

2007 © Nicolas Willemin